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Gartenzaun selber bauen

Wer seinen Gartenzaun selbst erstellen will, der kann viel Geld einsparen und diesen ganz nach seinen eigenen Wünschen gestalten. Dabei kann der Spaß am kreativen Handwerken und an der eigenen Arbeitsleistung entdeckt werden. Mit einem Gartenzaun um das private Grundstück wird die Privatsphäre vergrößert und der Garten vor unerwünschten Blicken geschützt.

Der Fertig-Gartenzaun

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Im Fachhandel gibt es Gartenzäune aus Fertigbauteilen, diese werden in vielfältigen Ausführungen, Formen und Materialien angeboten. Natürlich können geschickte Handwerker den Bau eines Gartenzaunes auch selber planen und ausführen.

Einen Zaun für den privaten Garten zu bauen ist nicht besonders schwer, mit einigen Vorkenntnissen im Schreinern und Handwerken geht diese Arbeit leicht von der Hand. Wichtig sind geeignete Werkzeuge, die im Haushalt vorhanden sein sollten.

Tipp:

Bauhäuser verleihen heutzutage aber auch viele Werkzeuge und Maschinen, die gegen Gebühr für die benötigte Zeit leihweise übernommen werden können. So ersparen Sie sich die hohen Anschaffungskosten der Geräte.

Eine gute Planung ist das A und O

Im Vorfeld muss der Bauherr genau planen, damit es hier nicht in der Bauphase zu unerwünschten Komplikationen kommt. Dazu gehört die exakte Ausmessung und Sichtung des Geländes, welches umzäunt werden soll. So kann auch die benötigte Höhe des Zaunes festgelegt werden.

Die gemessenen Daten müssen schriftlich festgehalten werden, ideal ist eine akkurate Zeichnung des Gartens und des gewünschten Zaunes. In der akuten Bauphase hat der Erbauer dann immer die genauen Abmessungen vor Augen, so werden bauliche Fehler vermieden.

Nachbarn mit in die Planung einbeziehen

Da bei den meisten Zäunen die Grundstücksgrenzen zu den Nachbarn berührt werden, müssen diese vorher informiert werden. Am besten ist es, wenn Sie sich mit diesen zusammensetzen und den Bauplan durchsprechen, damit es hinterher zu keinen Nachbarschaftsstreitigkeiten kommt.

Wenn Sie planen, den Zaun in eine Höhe von über 2 Metern zu bauen, oder wenn dieser an öffentliche und staatliche Grundstücke angrenzt, muss im Vorfeld die für die Region zuständige Baubehörde informiert werden. Je nach Größe des Zaunes ist dann vielleicht auch ein Bauantrag notwendig. So können Sie auch ganz sicher sein, dass gute Arbeit geleistet wurde.

Die Auswahl des Baumaterials

Gartenzäune können sowohl aus Metall, als auch aus Holz angefertigt werden. Ein Gartenzaun aus Holz ist jedoch bei den meisten Hausbesitzern viel beliebter und auch ansehnlicher in der Optik. Holzzäune sind eine natürliche Abgrenzung zum Grundstücks der Nachbarn, aber dafür auch weniger wetterfest und pflegebedürftiger.

Eine spezielle Lasur für den Holzschutz schafft hier Abhilfe, diese muss jedoch regelmäßig erneuert werden. Solch eine Lasur gibt es in verschiedenen Varianten, die sich in der Farbe und der Schutzwirkung unterscheiden. Über die Lasur kann eine weitere Schicht normaler Farbe aufgetragen werden, wenn es Sonderwünsche bei der Farbgestaltung gibt.

Grundausstattung für den Bau eines Gartenzaunes

 

Richtschnur-blau

Foto: Richtschnur mit Senklot

Wer seinen Gartenzaun selber bauen möchte, der braucht verschiedene Werkzeuge für dieses Bauprojekt. Ganz wichtig sind Spaten, idealerweise in unterschiedlichen Größen, ein Vorschlaghammer, eine Richtschnur für die Abmessungen und eine Wasserwaage. Weiterhin werden für die Montage und die Gestaltung eine Säge, eine Bohrmaschine und ein variabler Schraubendreher dringend benötigt.

Wer sich für den Bau eines Holzzaunes entscheidet, der braucht Zaunpfosten, vorzugsweise aus vorher imprägniertem Holz, leistungsfähigen Beton und feinen Schotter als Material für die Füllungen. Für die Zaunbefüllung eignet sich bevorzugt vorher behandeltes Hartholz, welches mit Beschlägen verbunden wird. Pfostenhalter, die sich aufschrauben lassen, sind hierbei sehr praktisch für die Verbindung der einzelnen Elementstücke.

Vorgehensweise beim Gartenzaunbau

Als erstes werden Pflöcke in die Erde geschlagen, an denen die Richtschnur straff gespannt wird. Der nächste Arbeitsschritt ist die Aushebung von Löchern in der Erde, die Größe dieser Löcher ist abhängig von dem Umfang der Pfosten und des Untergrundes.

Zu beachten ist hierbei, dass diese nicht zu breit und tief ausgehoben werden. Praktische Einschlaghülsen können mit dem Vorschlaghammer und einer Einschlaghilfe montiert werden, in denen dann die Pfosten errichtet werden. Eine andere Methode der Fixierung ist das Einbetonieren der Pfosten in dem ausgehobenen Loch.

Die Pfosten werden einfach in die Erdlöcher einstellt, genau ausgerichtet, gut fixiert und zum Schluss einbetoniert. Bei hohen Gartenzäunen sollten diese für eine Erhöhung der Standfestigkeit und Stabilität mit hilfreichen Stützpfosten versehen werden. So kann der Gartenzaun auch bei heftigen Winden und Stürmen nicht umkippen.

Wenn der Beton ausgehärtet ist, werden die Zaunelemente für den inneren Bereich angebracht. Dieser Arbeitsschritt wird mit zweckmäßigen Pfostenhaltern erleichtert. Geschickte Handwerker können diese Zaunelemente auch nach persönlichem Ermessen an den bereits stehenden Pfosten befestigen.

Für den Eingangsbereich wird eine Gartenpforte montiert, dieser Platz muss natürlich vorher ausgespart werden. Schon steht der Gartenzaun und das Grundstück ist deutlich umfriedet. Wer seinen Gartenzaun selber baut, der spart bei den Arbeitskosten und kann diesen außerdem viel individueller nach den persönlichen Wünschen und Anforderungen gestalten.